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Recht
Atomwaffen verstoßen nach Überzeugung
vieler Menschen nicht nur gegen religiöse und ethische Grundsätze,
sie sind auch verfassungs- und völkerrechtswidrig. Die EUCOMmunity,
die Gewaltfreie Aktion Atomwaffen
Abschaffen und Ohne
Rüstung Leben setzen sich gemeinsam
für die Anerkennung der Verfassungs- und Völkerrechtswidrigkeit
von Atomwaffen ein. In einer Vielzahl von Gerichtsverfahren aufgrund gewaltfreier
Aktionen (Verkehrsblockaden, "Inspektionen" und "Entzäunungsaktionen"),
die juristisch als Ordnungswidrigkeit, als Hausfriedensbruch oder als
Sachbeschädigung gewertet wurden, wurden die Gerichte mit den Argumenten
der Atomwaffengegner konfrontiert, bisher freilich ohne nachhaltigen Erfolg.
Im April 1994 wurden zwar sieben Angeklagte von einem Stuttgarter Amtsrichter
freigesprochen, weil er die Rechtfertigungsgründe der Angeklagten
für ihre Tat anerkannte, der Freispruch wurde aber von Oberlandesgericht
Stuttgart aufgehoben, das Verfahren an das Amtsgericht zurückverwiesen
(siehe Literatur: EUCOMmunity-Dokumentation, S. 40 ff.)
In einem gleichgelagerten Fall entschied sich derselbe
Amtsrichter zu einer Vorlage an das Bundesverfassungsgericht. Sie wurde
indes am 2. Februar 1999 abgewiesen (siehe Literatur: Atomwaffen abschaffen,
S. 21-96, BVerfGE 100, 209-214)
Ebenfalls abgewiesen wurden insgesamt vier Verfassungsbeschwerden,
die sich gegen Verurteilungen wegen gewaltfreier Aktionen am EUCOM bei
Stuttgart und am Fliegerhorst Büchel in der Südeifel richteten.
Nähere Informationen bei Dr. Wolfgang Sternstein, Hauptmannsreute
45, 70192 Stuttgart, Tel. 0711-120 46 55, Fax 0711- 120 46 57.
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